Campus Galli



Im baden-württembergischen Meßkirch soll in den kommenden 50 bis 80 Jahren mithilfe frühmittelalterlicher Handwerksmethoden und viel neuzeitlichem Steuergeld ein karolingisches Kloster errichtet werden. Die Verantwortlichen betonen, der sogenannte Campus Galli würde wissenschaftlich betreut und sei daher ein seriöses Projekt. Dass diese der Vermarktung geschuldete Behauptung jedoch keinesfalls pauschal zutreffend ist, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein.
In dieser Rubrik wird ein hoffentlich stets aktueller Überblick zu den einschlägigen Blogbeiträgen, Medien-Berichten und persönlichen Beobachtungen gegeben, die in irgend einer Form den Campus Galli betreffen. Interessierte sind herzlich eingeladen, über die Kommentarfunktion daran mitzuwirken und die einzelnen Themen kritisch zu diskutieren!


Meine Blog-Beiträge:
18. November 2013: Geurtens Mund, tut Nonsens kund


Ausgewählte externe Beiträge und Artikel:
Karfunkel: Causa Galli - Was ist los am Bodensee? - OFFLINE
Aachener Zeitung: Dunkle Wolken über der Klosterstadt - Klick mich
Bund der Steuerzahler: Kommt die Kloster-Katastrophe? - OFFLINE
Zollern-Alb-Kurier: Meßkirch muss nachschießen - OFFLINE
Tribur.de (Geschichte und so Zeugs): Die Akte Campus Galli - Klick mich
Agis kritischer Bildbericht vom Campus Galli: Klick mich
Tribur.de (Geschichte und so Zeugs): Spiegel Geschichte und der Campus Galli - Klick mich
Badische Zeitung: Mittelalter-Stadt "Campus Galli" - Weniger Besucher, mehr Kritik - Klick mich



Kommentare:

  1. Die alten Kommentare wurden archiviert, nachdem sie die kritische Masse erreicht hatten. Also auf ein Neues!

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  2. Auch von Nabenhauer wird das Landratsamt in eigener Sache wegen schleppender Baugenehmigungen kritisiert:
    https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-sigmaringen/messkirch_artikel,-firmen-wollen-millionen-investieren-_arid,10844011.html
    Leser

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  3. Hallo,
    ich habe im Vorjahr mit einer Frau gesprochen, die von der Arbeitsagentur zur Klosterstadt geschickt und dort angestellt worden war. Nachdem die staatliche Förderung Ihres Arbeitsplatzes ausgelaufen ist, musste sie wieder gehen, aber das war ihr von Vornherein klar.

    Das interessante an ihrem Fall ist, dass sie im Anschluss an die Beschäftigung bei der Klosterstadt viele Bewerbungsgespräche gehabt hat. Und bei zwei davon hat man angedeutet, dass die Beschäftigung bei der Klosterstadt nicht als sinnvolle Qualifizierungsmaßnahme betrachtet wird. Das hat man sogar belächelt.
    Sie hat diese Rückmeldung dann auch bei der Arbeitsagentur zur Sprache gebracht. Dort ist ihr von einer Beraterin ziemlich unverblümt gesagt worden, die geförderten Arbeitsplätze bei der Klosterstadt will die Politik im Landkreis so haben.

    Offensichtlich ist die Sinnhaftigkeit nicht von Bedeutung, solange man die Arbeitslosenstatistiken mit solchen staatlich finanzierten Pseudojobs schönen kann.

    Ich werde in zwei Wochen der Klosterstadt einen Besuch abstatten und bin schon gespannt, ob sie wirklich so schlimm ist, wie auf dieser Seite geschrieben wird. Die unsinnigen Arbeitsplatzförderungen sind aber auf jeden Fall ein gerechtfertigter Kritikpunkt.

    Viele Grüße,
    Florian

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    1. Dass eine Beschäftigung beim Campus Galli in den meisten Fällen nicht als Qualifizierungsmaßnahme taugt, haben wir hier schon immer vermutet. Du bestätigst das nun. Danke dafür und viel Spaß bei deinem Besuch. Vielleicht hast du ja Zeit, auch darüber kurz zu berichten :)

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  4. Die Besucher des "Campus Galli" sollen sich endlich einmal in die Meßkircher Innenstadt bewegen:
    https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-sigmaringen/messkirch_artikel,-stadt-gibt-einkaufs-und-gastronomief%C3%BChrer-heraus-_arid,10846545.html
    Mein früherer Vorschlag eines regionalen Burgenmuseums im Meßkircher Schloss, verbunden mit allerhand Mittelaltertreiben und gerne auch einem Töpfer, wäre diesem Ziel schon längst entgegengekommen. Freilich besaß diese Idee kein Alleinstellungsmerkmal wie etwa eine veritable Klosterstadt, von der auf dem "Campus Galli" nur weit und breit nichts zu sehen ist.
    Leser

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    1. Meine Nichte arbeitet in einem Gastronomiebetrieb in der Stadt. Vom Campus Galli hart sich dort noch niemand blicken lassen, trotz Gutscheinaktion.
      Die angeblichen Synergieeffekte halte ich für ein Märchen der Stadtverwaltung, die die Förderungen für den CG irgendwie rechtfertigen möchte.

      Grüßle,
      Maria

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    2. Man muss schon Alber oder Nabenhauer heißen, um darin etwas Geschäftsförderndes zu entdecken. Dafür haben sich die beiden die Flasche Wein jeweils aber auch verdient.
      Leser

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  5. Die Baugenehmigung für die Scheune ist endlich da. Sie rsprechen aber von mehreren Jahren Bauzeit ...

    https://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/messkirch/Zweites-Grossprojekt-fuer-Campus-Galli-in-Messkirch-kann-starten;art372566,9687762

    Grüßle,
    Maria

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    1. Da geht aber die Post ab :)

      Sie weisen auch auf die neue Chronik hin. Die werde ich mir wohl gleich bestellen und hier dann in den kommenden Wochen besprechen.

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    2. Es fehlt noch der "Rote Punkt", ohne den nicht begonnen werden darf.
      Für Ankündigungen ist der Sigmaringer Alt-Landrat bestens bekannt.
      Mal schauen, wann mit dem Bau der Scheune wirklich begonnen wird.
      Insider

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  6. Selbstverständlich haben Schmider und Weber ihren "Komplizen" Proske als Referenten für ihre Meßkircher Tagung im November vorgesehen:
    http://www.ns-belastete.de/aktuell_termine.html
    Das "Täter"-Trio will aber wohl kaum unter sich bleiben. Noch immer hat man nicht verraten, wer sich wohl als "Helfer" und "Trittbrettfahrer" dazu gesellen will, um den Erzbischof "wissenschaftlich" garniert wieder einmal mit Schmutz zu bewerfen - vor seinem als leuchtendem Hintergrund platzierten Kollegen Sproll.
    Gottlob durfte wenigstens bei der Schau des Bildungswerks über katholische Priester während der nationalsozialistischen Regierungszeit, die eine ähnliche Zielrichtung verfolgt, der aufrechte Stadtpfarrer von Donaueschingen, Feuerstein, im Hintergrund verbleiben. Manchen ist noch Proskes Einlassung gegen den Priester auf der ebenfalls von Weber organisierten Gammertinger Tagung vor Jahren in unguter Erinnerung, indem er versuchte, Feuerstein aufgrund seiner traditionell christlichen Askese zu verunglimpfen, wogegen sich selbst Weber verwahrte.
    Leser

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    1. Ich habe ja jetzt schon mehrmals höflich darauf hingewiesen, dass hier nur Platz für Themen ist, die hinsichtlich des Campus Galli relevant sind. Ich bitte daher um Verständnis, dass ich Kommentare wie diesen zukünftig nicht mehr freischalten werde.

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    2. Auf diesen Hinweis habe ich schon länger gewartet!
      Insider

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  7. Die Süddeutsche Zeitung hat einen längeren Artikel über den Campus Galli veröffentlicht.
    http://www.sueddeutsche.de/reise/deutschland-ohne-obi-1.3939235

    Der Südkurier hat ebenfalls etwas gebracht:
    https://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/messkirch/Der-Freundeskreis-besucht-seine-Baustelle-Campus-Galli;art372566,9688888

    Anscheinend ist die PR der Bereich, der beim Campus Galli am besten funktioniert.

    Grüßle,
    Maria

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    1. Anscheinend ist die PR der Bereich, der beim Campus Galli am besten funktioniert.

      Und trotzdem keine Besuchermassen, die das Projekt rentabel machen ;)

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  8. "Universität Tübingen führt Lehrveranstaltungen auf Campus Galli durch ‒ Wissenschaftler und Studierende untersuchen Brenntechniken antiker Keramik":
    https://idw-online.de/de/news692476
    Leser

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    1. Will man denn nun "antike" oder "mittelalterliche" Brenntechniken untersuchen? Wenn ersteres, wie hier angegeben, der Fall ist, dann dürften die Tübinger Wissenschaftler beim "Campus Galli" an der falschen Adresse sein - oder wollte man dort nicht die Techniken des 9. Jahrhunderts NACH Christus nachahmen? Doch - ich vergaß: Die "Römerzeit" reicht beim "Campus Galli" ja bis um 1000 nach Christus, wie es in einer Kinderführung dort einmal vermittelt wurde.
      Leser

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    2. Auch der Südkurier berichtet über die Keramikexperimente:
      https://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/messkirch/Neue-Kooperation-zwischen-Campus-Galli-und-Universitaet-Tuebingen;art372566,9701978
      Auch hier heißt es, dass man antike Keramik untersuchen will, dann aber ist wieder von mittelalterlicher Herstellungstechnik die Rede. Vorgeschichtliche und mittelalterliche Keramik unterscheidet sich durchaus deutlich, etwa in der Brennhärte u.a.
      Leser

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  9. Der Kooperationsvertrag mit der Universität Tübingen ist unterzeichnet:
    https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-sigmaringen/messkirch_artikel,-campus-galli-und-universit%C3%A4t-kooperieren-_arid,10856361.html
    Anscheinend verwendet Berthold die Worte "antik" und "mittelalterlich" synonym, was mich etwas überrascht, da zu meiner Studienzeit in Tübingen das Adjektiv "antik" noch der Epoche der Antike zugeordnet war, die jedenfalls im wissenschaftlichen Sprachgebrauch spätestens 600 nach Christus endete.
    Leser

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  10. Der für morgen angekündigte nächste Glockengussversuch auf 28. April verschoben:
    https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-sigmaringen/messkirch_artikel,-campus-galli-wagt-zum-dritten-mal-glockenguss-_arid,10858503.html
    Wahrscheinlich erhofft man sich am Samstag mehr Besucher bei dieser Attraktion.
    Leser

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