Campus Galli



Im baden-württembergischen Meßkirch soll in den kommenden 50 bis 80 Jahren mithilfe frühmittelalterlicher Handwerksmethoden und viel neuzeitlichem Steuergeld ein karolingisches Kloster errichtet werden. Die Verantwortlichen betonen, der sogenannte Campus Galli würde wissenschaftlich betreut und sei daher ein seriöses Projekt. Dass diese der Vermarktung geschuldete Behauptung jedoch keinesfalls pauschal zutreffend ist, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein.

In dieser Rubrik wird ein hoffentlich stets aktueller Überblick zu den einschlägigen Blogbeiträgen, Medien-Berichten und persönlichen Beobachtungen gegeben, die in irgend einer Form den Campus Galli betreffen. Interessierte sind herzlich eingeladen, über die Kommentarfunktion daran mitzuwirken und die einzelnen Themen kritisch zu diskutieren!

18. November 2013: Geurtens Mund, tut Nonsens kund
15. Jänner 2014: Bund der Steuerzahler kritisiert Campus Galli
22. April 2014: Die  Zahlenmagier vom Campus Galli
29. April 2014: Der Campus Galli - Ein pseudowissenschaftliches Laientheater
02. Juni 2014: Campus Galli: The show must go on!
04. August 2014: Hannes Napierala - Der neue Geschäftsführer des Campus Galli
10. September 2014: Der Campus Galli ist kein wissenschaftliches, sondern ein touristisches Projekt!
12. Dezember 2014: Der Campus Galli und seine Mittelalterversteher - Ein Fass ohne Boden
26. Jänner 2015: Gastbeitrag von Hannes Napierala: Zum Selbstverständnis des Projekts Campus Galli
30. Jänner 2015: Campus Galli: Nachbetrachtungen und neuer Unsinn von einem alten Bekannten
23. März 2015: Des Klosters neue Kleider - außen hui, innen pfui
12. Oktober 2015: Das potemkinsche Dorf Campus Galli - Ein kritischer Jahresrückblick
25. Oktober 2015: Weltsensation - Campus Galli rekonstruiert mittelalterlichen Traktor!
01. November 2015: Kauf dir ein paar Kritiker: Die fragwürdigen Jobangebote des Campus Galli
10. April 2016: Campus Galli: Offener Brief an den Geschäftsführer Hannes Napierala
28. August 2016: Der Campus Galli - Ein tolldreistes Medienmärchen
20. November 2016: Finanzmarode Mittelalter-Baustelle Campus Galli wird Prognosen wieder nicht erreichen!
19. Mai 2017: Chronik des Campus Galli 2017 - Von "Mohamedanern" und lässig verteiltem Steuergeld

Alle meine Beiträge über den Campus Galli - inkl. der hier nicht gelisteten Kurzmeldungen


Ausgewählte externe Beiträge und Artikel:

Karfunkel: Causa Galli - Was ist los am Bodensee? - OFFLINE
Aachener Zeitung: Dunkle Wolken über der Klosterstadt - Klick mich
Bund der Steuerzahler: Kommt die Kloster-Katastrophe? - OFFLINE
Zollern-Alb-Kurier: Meßkirch muss nachschießen - OFFLINE
Tribur.de (Geschichte und so Zeugs):  Die Akte Campus Galli - Klick mich
Agis kritischer Bildbericht vom Campus Galli: Klick mich
Tribur.de (Geschichte und so Zeugs): Spiegel Geschichte und der Campus Galli - Klick mich
Badische Zeitung: Mittelalter-Stadt "Campus Galli" - Weniger Besucher, mehr Kritik - Klick mich

23 Kommentare

  1. Die alten Kommentare wurden wieder einmal routinemäßig archiviert, da sie beinahe die kritische Masse erreicht hatten.

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  2. "Campus Galli plant Punktlandung" titelt die Schwäbische Zeitungs: Klick mich

    Zitat: "Das diesjährige Saisonziel von 80 000 Besuchern sei noch nicht ganz erreicht, aber man befinde sich knapp davor, sagt Campus-Galli-Geschäftsführer Hannes Napierala auf Anfrage [...]."

    Interessant, im Gegensatz zu einem kürzlich veröffentlichten Artikel des SWR ist hier nicht mehr vom Ende der Betriebskostenzuschüsse im kommenden Jahr die Rede - was ohnehin eine grobe Tatsachenverdrehung ist, werden doch für den Scheunenbau Hunderttausende Euro zugeschossen, die sich realistischerweise nicht vom restlichen Budget des Museums klar trennen lassen.

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    1. Punktlandung oder arschknapp gerade noch einmal die Kurve gekriegt?
      Alles eine Frage der Auslegung ;-)

      LG,
      Erwin

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    2. --- verschoben ---

      Der Herr Napierala scheint ein "echter Wahrsager" zu sein, denn wie im letzten Jahr treffen seine Vorhersagen zu den Besucherzahlen "Punktgenau" ein. Ein Schelm wer böses dabei denkt ;-) Bleibt zu hoffen das mit den Besuchern auch die dringend benötigten Umsätze erzielt werden. Aber über Geld braucht man sich ja keine Sorgen zu machen, die Stadtväter oder der Staat werdens schon richten!

      der letzte krieger

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    3. Es ist durchaus interessant, dass hier Genehmigungen für den Bau der Scheune noch ausstehen, aber bereits trotzdem Förderungen bewilligt werden - sofern man der Presse glauben darf.
      QX

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    4. Sie bekommen wieder einmal die Sache mit den Baugenehmigungen nicht auf die Reihe, trotz jahrelanger Vorlaufzeit... Das ist alles so lahm und so was von schlecht organisiert. Kein privatwirtschaftliches Unternehmen könnte sich dergleichen leisten.

      Grüßle,
      Maria

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  3. Da ist ja mal wieder so typisch! In der Hofberichterstatter - Zeitung SZ steht in reisserischer Überschrift: "CG bricht Besucherrekord". Ja meine Nerven, ist das Journalismus. Komplett verblödet oder "nur" geschmiert? Auch wenn die angestrebte Besucherzahl von 80.000 "nur knapp" verfehlt wurde (natürlich wegen dem Wetter, was sonst?). Dabei hatte doch der Oktober noch so viele, schöne Tage. Aber bei der SZ ist dennoch ein Besucherrekord gebrochen. Also, blöder geht es doch nun nicht mehr oder? Dieses Käseblatt trägt schon massig zur Verblödung der hiesigen, bäuerlichen Bevölkerung bei. Und die merken hier nichts, gar nichts! Kein Wunder geht es steil bergab in dieser sog. Republik!
    Lucrifacturi

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    1. --- verschoben ---

      Die "Punktlandung" ist Napierala damit näherungsweise geglückt; solche Prognosen können im Hunderterbereich ja nie exakt sein.
      Interessanter ist aber der künftige Zuschussbedarf. Ursprünglich hieß es, nach vier Jahren würde die Anlage keinen städtischen Zuschuss mehr benötigen. Jetzt geht es bereits ins sechste Jahr, und dass sich das Ding selber trägt, ist keineswegs in Sicht.
      Bizarr ist, dass man nach einem halben Jahrzehnt immer noch nichts von dem doch immer herausgestellten St. Gallener Plan überhaupt zu bauen begonnen (!) hat. Die angekündigte Scheune wirkt da wie ein Feigenblatt.
      Leser

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    2. Ja, sie kündigen die Scheune seit drei Jahren immer wieder über ihre Haus- und Hofmedien an, um so den Medienkonsumenten Fortschritt zu suggerieren. Zweifellos in der nicht ganz irrigen Annahme, dass viele Leute ohnehin nicht bemerken, dass da immer von ein und demselben Gebäude die Rede ist.

      Sie hatten die Scheune ja sogar schon in ihren schlecht programmierten interaktiven Klosterplan integriert, obwohl am eigentlichen Bauplatz noch rein gar nichts zu sehen ist.

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    3. Wie zu hören ist, wird die Redaktion der Schwäbischen Zeitung in Meßkirch geschlossen. Dann dürften künftig von dieser Seite aus die "Jubelberichte" entfallen.
      Insider

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    4. Vielleicht kann die oberste Propaganda-Tröte der Zeitung, Herr Musolf, dann als Pressesprecher und Fremdenführer beim Campus Galli unterschlüpfen.

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    5. Als (zwar nicht promovierter) Historiker wäre er auch eine willkommene Verstärkung Reuters im Team.
      Leser

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    6. Angesichts der augenscheinlichen Kompetenz des Lokalredakteurs Musolf, würde dieser tatsächlich hervorragend zu den Koryphäen des Campus Galli passen.
      QX

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  4. Beflügelt durch die Steigerung der Besucherzahlen, will es Napierala jetzt endlich wissen und den zwei Mal gescheiterten Glockenguss im nächsten Jahr angehen:
    https://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/messkirch/Campus-Galli-zaehlt-fuer-das-Jahr-2017-zahlreiche-Besucher;art372566,9483860
    Leser

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    1. Auch interessant: "Die wissenschaftliche Vernetzung wird immer besser, und die Aufnahme in die EXARC war ein Meilenstein für uns", teilt er mit. Auch eine Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen und dem Kompetenzzentrum Archäometrie sei im Entstehen."

      Aber sie publizieren auf ihrer Website so gut wie nichts, was wissenschaftlichen Standards entsprechen würde. Nicht einmal die Dokumentation der Holzkirche wurde bisher zustande gebracht. Stattdessen gibts hübsche Herbstimpressionen von der Baustelle. Was für ein Schaumschläger :-)

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    2. Man merkt, dass wieder Herbst ist. Jetzt beginnt der promovierte Irgendwas wieder wie wild mit Ankündigungen um sich zu werfen. Wenn die Umsetzung in der nächsten Saison scheitert, interessiert es niemanden mehr. "Schaumschläger" ist für diesen Herrn eigentlich eine viel zu höfliche Umschreibung.
      Jahr für Jahr wird über dem Campus Galli ein Füllhorn ausgeschüttet. Gleichzeitig steigt die Abgebenbelastung für Unternehmer in Messkirch immer mehr und längst überfällige Straßensanierungen unterbleiben. Ob hier nicht ein Zusammenhang besteht?

      Mr. Frog aus Messkirch

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  5. Hallo, unwissend, ob das hier bereits behandelt wurde, würde ich gerne Deine Meinung zur Konstruktion der geplanten Scheune hören.

    https://www.campus-galli.de/portfolio/die-scheune-des-klosterplans/

    Für mich, als Laie, klingt das ganz ansprechend. Gibt es hier gravierende Fehler, wie bei der Holzkirche?

    Viele Grüße,
    Troubadix

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    1. Vieles an der Scheune ist hochspekulativ. Es bleibt ihnen bei der schlechten Quellenlage aber auch nicht viel anderes übrig, als zu spekulieren.
      Ob sich wieder grobe Anachronismen einschleichen, muss man abwarten. Die vorgelegten Pläne sind eine Sache, die tatsächliche Umsetzung eine andere. Beispielsweise darf man gespannt sein, ob sie sich tatsächlich auf eine historisch korrekte Pfostenbauweise beschränken oder dabei mogeln, um die Haltbarkeit des Gebäudes zu verlängern. Wobei das andere Freilichtmuseen - wie der Geschichtspark Bärnau - ja auch nicht nötig hatten.

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    2. Diese Scheune sieht einer mittlerweile in wichtigen Punkten überholten Rekonstruktionszeichnung von Konrad Beyerle ("Lex Baioariorum", München 1926) sehr ähnlich.

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    3. In dem Text heißt es "Der Entwurf der Scheune führt zu überraschenden Nebeneffekten: trotz der großen Baudimension werden nur verhältnismäßig wenig Bauhölzer benötigt, die in den Wäldern der Region um das Campus Galli auch beschafft werden können."

      Die Aussage ist irgendwie bemerkenswert, wenn man sich daran erinnert, dass schon für die Holzkirche Laubholz von externen Quellen verbaut worden ist, weil der Wald des Campus Galli in der Hinsicht zu wenig hergibt. Zumindest hat man das mir erzählt, als ich sie 2015 bei meinem Besuch dort darauf angesprochen habe.

      Grüßle,
      Maria

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  6. In einem Facebook - Kommentar kündigt Hannes Napierala an, dass eine Publikation zum Bau der Holzkirche in der neuen Chronik erscheinen soll.
    Dabei hat CG auf seiner Homepage einen Blog, in dem man sich unter "immer auf dem laufenden bleiben " eigentlich über die Baufortschritte informieren können sollte. Dieser Blog wird aber sträflich vernachlässigt. Ich frage mich, warum? Nun soll man sich also noch ein Buch kaufen um nachzulesen, für was das Steuergeld ver(sch)wendet wurde.

    LG
    Cassandra

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    1. Weiter unten steht noch, dass der Beitrag über die Holzkirche auch auf der Homepage veröffentlicht wird. Ob darin beispielsweise auf die klar zu steile Bauweise des Dachs und andere Anachronismen eingegangen wird? Oder ergeht man sich vor allem in Eigenlob? Man darf gespannt sein.

      PS: Bei Hinweisen zu Facebook-Kommentaren bitte das Datum nennen (und eventuell zitieren), das erleichtert mir das Suchen bzw. Finden ungemein ;)

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