Freitag, 24. März 2017

Feministische Archäologie: In Östrogen gegossenes Wunschdenken



Triggerwarnung für Feministen und 'innen': Dieser Blogbeitrag enthält Naturwissenschaft, Logik, Fakten und eventuell Spuren von Testosteron.

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"Feministische Archäologie" - was ist das? Selbst Personen, die im Geschichtsbetrieb beruflich tätig sind, können sich oft darunter nur wenig vorstellen. Eine kurze formelle Erklärung findet man hier. Freilich, aus diesem hochtrabenden Geschwurbel dürfte erst recht nicht jeder schlau werden. Versuchen wir es daher folgendermaßen: Die feministische Archäologie beklagt vor allem den Umstand, dass archäologische Funde häufig auf Grundlage traditioneller Rollenbilder interpretiert werden. Z.B.: Das Nudelholz muss einst einer Frau gehört haben, das Schwert einem Mann. In Wirklichkeit könnte es auch umgekehrt gewesen sein, wendet man ein. Was hätte denn etwa Frauen in der Vorzeit daran gehindert, sich als Kriegerinnen zu betätigen? Tja, eigentlich nicht sehr viel. Außer vielleicht der klitzekleine Umstand, dass Frauen typischerweise im Oberkörper um rund 45 % weniger Kraft als ein durchschnittlicher Mann verfügen. Auch sind weibliches Herz sowie Lungen vergleichsweise klein und das Blut enthält weniger Hämoglobin, wodurch selbstredend weniger Sauerstoff im Körper transportiert werden kann. In einem kräftezehrenden Kampf hat man auf Grundlage dieser Voraussetzungen als Frau eher schlechte Überlebenschancen. Das bedeutet in weiterer Folge: Eine Streitmacht, für die der Nahkampf die übliche Form der Auseinandersetzung mit dem Feind ist, schwächt sich zwangsläufig durch das Eingliedern von Frauen. Diese Tatsache versteht und akzeptiert jeder, nur nicht der Feminismus, der mit Biologie und Logik bekanntermaßen nicht sehr eng befreundet ist 😛  

Die von Mann und Frau übernommenen Rollen waren dereinst den biologischen Unterschieden geschuldet. Die jeweiligen Vorteile der beiden Geschlechter wurden optimal ausgenutzt. Natürlich gibt es bezüglich der traditionellen Geschlechterrollen auch Ausnahmen. Sowohl individuelle wie auch kulturell bedingte - oder einfach den Zeitumständen geschuldete; der etablierten Forschung ist das, ganz ohne Zutun der feministischer Archäologie, längst bewusst! Man weiß aber auch, das sich aus Einzelfällen keine allgemeine Regelhaftigkeit ableiten lässt.  

Ein hübsches Beispiel für das feministische Zurechtbiegen der Realität stellt ein von mir kürzlich entdeckter Blogbeitrag dar (Teil 1, Teil 2). Die Verfasserin, die sich selbst als Feministin bezeichnet (und wirklich alles an ihr bestätigt diese Eigendefinition), erklärt zwar vorab, dass ihr Text aus dem Jahr 2013 kein Fachartikel ist, doch betont sie auch, gelernte Historikerin zu sein und sich mit Archäologie auszukennen. Wenn sie also schon dergestalt auftrumpft, dann sollte man doch annehmen dürfen, dass auch einschlägige Blogpostings von ihr gewisse Qualitätskriterien erfüllen.
Anlass für das Lamento der guten Frau war ein für sie höchst unbefriedigender Besuch des MAMUZ in Asparn an der Zaya. Die Beschreibungen einiger der im Museum ausgestellten Objekte gingen nicht mit ihren Vorstellungen von archäologischer Forschung und Geschlechtergerechtigkeit konform. Sehen wir uns daher ein paar der von ihr geäußerten Kritikpunkte näher an. Vieles davon ist ja durchaus repräsentativ für die Ansichten innerhalb der Feministischen Archäologie. (Anmerkung: Die Zitat-Kästchen wurden von mir absichtlich in Mädchen-Rosa eingefärbt - zur Erbauung aller Feministinnen und Gläubigen der Gender Studies. 😄)

Webgewichte, Spinnwirtel und Garn – das Handwerkzeug der jungsteinzeitlichen Frau” steht da auf der Tafel. Aha. Soso. Klar: Es hat wahrscheinlich in der ganzen Jungsteinzeit kein einziges männliches Wesen gegeben, das jemals auch nur in die Nähe der Produktion von Textilien gekommen ist [...].

Die gab es vielleicht. In Abschnitten des Mittelalters sowie der Neuzeit wurde das professionelle Weberhandwerk sogar hauptsächlich von Männern ausgeübt. Doch ist das an dieser Stelle nicht von Bedeutung, da es vielmehr um die Frage gehen muss, ob die Befundlage des inkriminierten Objekts den Schluss nahe legt, dass es im Neolithikum einer Frau gehörte. Eventuell war es eine klar zuordenbare Grabbeigabe. Die Kritikerin scheint aber bezüglich des Fundkontextes nicht im Bilde zu sein. Sie meckert lieber einfach drauf los. Für eine gelernte 'Historikerin' ein fragwürdiges Verhalten, Emanzen andererseits gebärden sich häufig dermaßen 'übereifrig'.
Außerdem lässt sich, wenn beispielsweise Webgewichte hauptsächlich Frauen als Grabbeigaben zugeordnet werden können, daraus der logische Schluss ziehen, dass die Weberei in einer bestimmten Zeitperiode/Kultur primär eine weibliche Domäne war. Eine sprachliche Verallgemeinerung kann in diesem Fall durchaus in Ordnung sein. Schließlich sollten die beschreibenden Texte in Museen aus didaktischen Gründen kurz und knackig gehalten werden; nicht jede Mutmaßung und eventuelle Abweichung von einer Norm kann hierbei Berücksichtigung finden.

Die Kritikerin macht es sich in weiterer Folge recht einfach, indem sie sämtliche archäologischen Erkenntnisse mit folgender Begründung relativiert:

Trotz einer Anzahl von Archäologinnen*, die in den Anfangstagen der Archäologie Grabungen durchführten und Frauen*, die bei Grabungen ihrer Archäologenväter*, -brüder*, -partner* auf verschiedene Arten mitarbeiteten, trotz aller feministischer Archäologie und Historiographie seit dem 19./20. Jahrhundert ist auch die Archäologie und Geschichtsschreibung nicht vor dem Patriarchat gefeit. 

Quasi zum Ausgleich muss sich die moderne Wissenschaft des 21. Jahrhunderts mit Absonderlichkeiten wie der Feministischen Archäologie herumschlagen, die aufgrund ihres ideologischen Unterbaus dazu neigt, ein historisches Phänomen nicht mehr nur um des Verständnisses seiner selbst willen zu betrachten. Vielmehr spielen Aktualitätsbezüge eine wichtige Rolle, um für ein in der Gegenwart beheimatetes Anliegen, Belege in der Vergangenheit zu finden. Dazu gleich mehr.

[...] Ergo wurden und werden Grabungsfunde aus der Sicht des Patriarchats gedeutet, was z.B. dazu führt(e), dass Skelette mit Waffen – speziell Schwertern – als Grabbeigaben ohne weitere Untersuchung als Männer deklariert wurden, auch wenn ein Skelett möglicherweise das einer Frau* war. Gräber mit “Frauenschmuck” wurden dagegen als Frauengräber interpretiert.

Deshalb gibt es auch die Möglichkeit, das Geschlecht eines skelettierten Toten mittels morphologischer Untersuchung oder DNA-Analyse zu bestimmen. Unter Zuhilfenahme genau dieser Methoden wurde vor wenigen Jahren von einer Archäologin der Versuch unternommen, bajuwarisch-merowingerzeitliche Bestattungen einer "Geschlechtsumwandlung" zu unterziehen. Nicht Männer wären da einst mit Schwertern verbuddelt worden, sondern Frauen. Sogar eine reichlich beliebig interpretierbare Stelle in der frühmittelalterlichen Lex Baiuvariorum wurde als Indiz für die These bemüht.
Doch leider, man hatte sich zu früh gefreut. Das abschließende Fazit der Archäologin musste nämlich lauten: "Die DNA-Analysen an bajuwarischem Skelettmaterial haben eindeutige Ergebnisse geliefert. Im Hinblick auf die Frage nach Waffenbeigaben in Frauengräbern, die auf eine Existenz von „Kriegerinnen“ im Frühmittel-alter schließen ließen, muss die Antwort negativ ausfallen."

Dazu kommt, dass es aus der Steinzeit, egal ob alt oder jung, keine schriftlichen Quellen gibt und die archäologische Fundlage bruchstückhaft, undurchsichtig und eben sehr anfällig für und abhängig von Interpretationen ist. Vieles wissen die heutigen Forscher*innen einfach nicht und werden es vielleicht nie erfahren. 

Ja, aber deshalb fallen nicht sämtliche Erkenntnisse einer beliebigen Interpretation durch Pseudowissenschaftler und Ideologen anheim. Der Methodenapparat der Geschichtswissenschaften (inkl. der Archäologie) ist nämlich nicht auf dem Stand des 19. Jahrhunderts stehengeblieben! Längst leisten auch die Naturwissenschaften einen erheblichen Beitrag zur Forschungsarbeit (siehe das obige Beispiel mit der DNA-Analyse). Das Ausmaß der Ironie ist kaum steigerbar, wenn nun ausgerechnet aus der Gender- und Feministinnen-Ecke die angeblich zu unscharfen Methoden der modernen Geschichtsforschung kritisiert werden. Schließlich haben gerade Feministen und Konsorten mit empirischer Beweisführung so gut wie nichts am Hut (siehe auch den Anhang an diesem Blog-Beitrag zum Thema 'Gender Pay Gap').

Dabei wurde lange Zeit angenommen, dass Forscher objektiv seien, Frauen das nicht wären und daher für die Forschung nicht geeignet seien und mehr als zwei Geschlechter gab es in der Forschung offiziell nicht. 

Mehr als zwei Geschlechter gibt es in der Realität beim Menschen auch nicht (echte Intersexualität, Stichwort 'Zwitter', ist ein relativ seltener Sonderfall). Der Spielverderber Biologie grätscht hier also wieder einmal böse dazwischen. Doch davon lassen sich Ideologen - sowohl weibliche wie auch männliche - naturgemäß nicht beirren. Das Geschlecht, von dem es angeblich dutzende (!) Varianten geben soll, werde primär vom Oberstübchen vorgegeben - nicht etwa von der Anatomie. Wohin diese Art von postfaktischer Phantasterei führen kann, sieht man an diesem Beispiel, bei dem es sich um keinen verfrühten Aprilscherz handelt.

Heute kommen einige Menschen in der Forschung im Allgemeinen und auch in der Geschichtsforschung immer mehr darauf, dass Menschen nicht objektiv sein können und unsere persönlichen Prägungen, Ansichten, Stereotype, Gefühle etc. immer in unsere Forschungen – und alles andere auch – einfließen lassen, ob bewusst oder unbewusst. Wie objektiv ist also ein*e nicht für Feminismen sensibilisierte*r Forscher*in?

Gegenfrage: Wie objektiv bzw. ernst zu nehmen ist jemand, der behauptet, es gäbe viel mehr als nur zwei Geschlechter? So jemand hat sich doch schon längst aus der empirischen Wissenschaft ausgeklinkt und sich stattdessen einem Kult verschrieben. Verglichen damit ist selbst Erich von Dänikens Prä-Astronautik-Theorie nobelpreisverdächtig.

Wer glaubt, mit all dem hier bisher behandelten Unsinn sei der Gipfel des Wahnsinns erklommen, muss sich umgehend eines Besseren belehren lassen. Im zweiten Teil der Kritik schreibt die Frau über ihren traumatischen Museumsbesuch nämlich folgendes:

Wir kamen zur Statuette der “Venus von Falkenstein” aus der jungsteinzeitlichen Lengyel-Kultur, die “unserem Schönheitsideal mehr entspricht” (Aussage des Führers*) als die Venus von Villendorf (die hat dafür einen eigenen Wikipedia-Eintrag).
Warum müssen die immer alle “Venus” heißen, selbst heute noch, wo längst andere Begriffe gefunden werden könnten? 

Warum man solche Statuetten bzw. Idole "Venus" nennt? Ja wie denn sonst? Jazz GittiStefanie Werger? Freilich, bezüglich der Optik wären das wohl eine passendere Bezeichnungen für diese steinzeitlichen Wuchtbrummen 😃. Doch sollte gerade die feministische Kritikerin froh über den Euphemismus "Venus" sein, ist er doch scheinbar ganz in ihrem Interesse - wie folgende Aussage nahelegt.

Und warum müssen steinzeitliche Frauen*statuetten um der “modernen Vermittlung” willen fatshaming ausgesetzt sein? (Und warum gibt es zu fatshaming noch keinen eigenen Wikipedia-Eintrag?)

Tja, selbst selbst den Wikipedia-Hanseln - und das will etwas heißen - ist dieser Begriff aus Übersee wohl zu dümmlich und trivial, um dafür extra einen eigenen Eintrag zu basteln. 

Danach wurde ich dann gerügt, dass ich nicht mehr fotografieren sollte – ich habe mich nicht daran gehalten. Ich habe aber auch nicht weiter dokumentiert oder aufgepasst. Ich habe nur noch einen bösen Kommentar im Gästebuch hinterlassen (Monierung der nicht geschlechtergerechten Sprache und “Geschichtsbild wie aus den 1950er-Jahren”) und habe mich nach draußen verzogen.

Held_in! Für diese feministische Zivilcourage wird der Dame hoffentlich der Pussy Hat mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.  😊

Übrigens: Die feministischen Archäologen und 'innen' haben selbstverständlich auch ein Netzwerk gebildet, das den Namen FemArc trägt. Die Allwissende Müllhalde weiß darüber folgendes zu berichten:

Das Netzwerk verfolgt zwei Ziele: zum einen das Etablieren von Geschlechterthemen und feministischen Ansätzen in den verschiedenen archäologischen Disziplinen; zum anderen die Unterstützung von Frauen bei ihren archäologischen Karrieren.

Neben dem Verbreiten ihrer ideologischen Vorstellungen geht es den weiblichen Mitgliedern von FemArc also darum, sich gegenseitig Posten zuzuschanzen - so zumindest mein Eindruck. Die meisten feministischen Aktivistinnen sind nämlich - nachdem im Westen die Frau längst dem Mann rechtlich sowie sozial gleichgestellt ist - dazu übergegangen, über Quoten bei Professuren, in der Politik, dem Management und bei Studienplätzen Vorteile für sich herauszuschinden. Nicht mehr die persönliche Leistung zählt, sondern das, was man zwischen den Beinen hat bzw. eben nicht hat. Somit ist der Feminismus in der Tat zu einer einer reinen Rosinenpickerei verkommen. Sehr gut abzulesen auch an dem Umstand, dass von Feministinnen nie folgendes gefordert wird: Eine Frauenquoten für Berufe am Bau; eine Gleichstellung beim gesetzlichen Pensionsantrittsalter; die Wehrpflicht für Frauen. 

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Zusatzinformationen:
  • Eigentlich haben die nachfolgenden beiden Links bezüglich 'Gender Pay Gap' nicht direkt etwas mit dem Thema dieses Blogbeitrags zu tun. Ich weise trotzdem darauf hin, weil hier sehr gut veranschaulicht wird, dass heutige Feministinnen (in Komplizenschaft mit Journalisten) selbst bei einem ihrer zentralen Themen die Öffentlichkeit nach Strich und Faden behumpsen:  Youtube-Video | Telepolis-Artikel

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11 Kommentare

  1. "Fatshaming"? Wegen dem Sager mit der Venus von Willendorf? *prust*
    Die Arme!

    Guinevere

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  2. Frau Haas-Gebhard hat sich mit ihrer These von germanischen Kriegerinnen, die eigentlich schon spannend war, damals weit aus dem Fenster gelehnt. Aber immerhin ist sie Wissenschaftlerin genug, ihren Irrtum einzugestehen, anstatt wie ein störisches Kind weiter auf die ursprünglichen Vermutung zu bestehen. Sturheit kann man andererseits oft bei heutigen Feministinnen beobachten. Von solchen Leuten möchte ich als Frau auf keinen Fall vereinnahmt werden. Für mich sprechen und schreien die nicht, nur für sich selbst und ihre eigenen spinnerten Ziele.

    Grüßle,
    Maria

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  3. häh? oder wie bitte?

    gut, ich kenne das ja noch, dass man früher gerne bei Ausgrabungen nur Schmuck und Waffen geborgen hat und die Textilien wegwischte. Heute lässt man sich ja nicht mehr vom Anschein, welcher durch das eigene Weltbild geprägt sein kann, irritieren und guckt genauer.

    Aber wieso braucht es da eine feministische Archäologie? Und das sage ich, obwohl ich sehr wohl weiß, was ich der feministischen Bewegung zu verdanken habe.

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    1. Genau das ist das Problem. Der Feminismus hat seine gesellschaftliche Aufgabe in unseren Breiten erfüllt und ist in eine Sinnkrise geschlittert. Daraus versucht man sich mit neu erfundenen Aufgabengebieten zu befreien, wie dieser feministischen Archäologie. Oder man betreibt Verschleierungsverharmlosung. In Berlin haben sogenannte Feministinnen der 3. Generation mit Megaphon auf einer Demo für Frauenrechte sogar "Allahu Akbar" geschrien (auf Youtube gibt es mehrere virale Videos davon). Wer nimmt solche Spinnerinnen noch ernst? Alice Schwarzer würde sich auf jeden Fall im Grabe umdrehen, wenn sie schon tot wäre.

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  4. Wenn man ein bisschen recherchiert, dann findet man heraus, dass die ganze feministische Archäologie eine Luftnummer ist. Die forschen nicht einmal richtig, sondern produzieren fast nur Positionspapiere und formulieren Forderungen. Das riecht sehr nach dem Versuch Fördergelder abzuzweigen. Kennt man ja aus diesem Milieu zu genüge.

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  5. Stellenweise liest sich der Blogbeitrag dieser Feministin wie eine waschechte Satire.
    Wie langweilig muss jemandem sein, wenn er einen Museumsbesuch dazu nutzt, um dabei pingelig Verstöße gegen die geschlechtsneutrale Sprache zu dokumentieren?
    Und dann nicht mal die Tatsache verkunsen können, dass diese fülligen Idole nun einmal wirklich nicht modernen Schönheitsidealen entsprechen? Wieso sollte man das nicht benennen dürfen? Weil sich irgend ein Dicker oder eine Dicke beleidigt fühlen könnte? Diese Überempfindlichkeit ist doch deren Problem. Die sollen aufhören ihre Mitmenschen in Geiselhaft zu nehmen, indem sie sie dazu zwingen wollen, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.

    Gero

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  6. Die Feministische Archäologie hat in der Archäologie nur eine sehr untergeordnete Bedeutung und wird, soweit ich damit Erfahrungen gemacht habe, hinter vorgehaltener Hand eher belächelt. Laut wird das aber niemand aussprechen, der in der Branche sein Geld verdient.

    Allerbeste Grüße,
    Die Spitzkelle

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  7. die feministische archäologie ist außerordentlich wichtig. und zwar für die feministischen archäologinnen. chris

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  8. Patriachat? Wo lebt die eigentlich? In der archäologischen Forschung sind seit rund einem halben Jahrhundert unzählige Frauen tätig. Haben die sich alle von ihren männlichen Kollegen bei der Deutung von Funden und Befunden in die Irre führen lassen? Das würde bedeuten, dass sie zu blöd waren, das angeblich Offensichtliche zu Erkennen.
    Und so etwas unterstellt ausgerechnet eine Feministin ihren Geschlechtsgenossinnen?
    C3PO

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    1. Das hat sie wahrscheinlich gar nicht bemerkt.

      Guinevere

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  9. Feministische Archäologie ist vor allem eines: Ein weiterer Aspekt des Kommunismus, der im Mäntelchen der Wissenschaft daherkommt. Wer z.B. Friedrich Engels liest, der wird dort exakt die Punkte in Form von unbewiesenen Postulaten wiederfinden, die auch die Basis der feministischen Archäologie bilden. U.a. das Bestreiten aller typischer geschlechtlicher Rollen bereits zu Zeiten vorgeschichtlicher Kulturen von Jägern und Sammlern.
    Es wurde in dem Artikel absolut richtig darauf hingewiesen, dass feministische Archäologie/Feminismus interessengeleitet ist. Das biologische Geschlecht soll durch das kulturelle Geschlecht verdrängt und in seiner Bedeutung marginalisiert werden. Dazu bedient man sich der Vergangenheit, die im Sinne der eigenen gesellschaftspolitischen Ziele uminterpretiert wird. Eine ergebnisoffene Forschung findet nur vordergründig statt. Spätestens an diesem Punkt endet die seriöse Wissenschaft.

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