Donnerstag, 8. Dezember 2016

Krimskrams: Post für den "Top-Rezensenten" ^^ -- Cheops-Skandal: Interpol-Haftbefehl aufgehoben -- Realsatire Campus Galli

Post für den "Top-Rezensenten" ^^

Wieder einmal das Thema Amazon-Rezensionen: Folgende merkwürdige Information erhielt ich nämlich in der Vorwoche:

Hinweis für Top Rezensenten: Änderung in Rezensionsrichtlinien für Nicht-verifizierte Käufe 
Guten Tag,

als fleißiger Rezensent von Produkten auf Amazon möchten wir natürlich, dass Sie einer der Ersten sind die über die Änderung in unseren Richtlinien für Rezensionen informiert werden.  [...]  

Kunden können nun nur noch eine begrenzte Anzahl an Rezensionen pro Woche einstellen, die als nicht von Amazon verifizierte Käufe gelten. Die Zählung wird wird jede Woche von Sonntag 24:00 Uhr GMT bis Samstag 23:59 Uhr GMT kalkuliert. Ihre Fähigkeit Rezensionen einzustellen die als von Amazon verifizierter Kauf gelten wird hiermit nicht beeinträchtigt. Diese Richtlinie gilt nicht für Vine Rezensionen oder Rezensionen zu digitalen Inhalten, physichen Büchern, Musik oder Videos. 

Was ist eine von Amazon verifizierter Kauf Rezension?

• Ist eine Rezension mit dem Zusatz Verifizierter Kauf gekennzeichnet, bedeutet dies, dass Amazon überprüft hat, ob der Rezensent den Artikel bei Amazon gekauft hat und dafür keinen signifikanten Rabatt erhalten hat.

• Rezensionen, die nicht mit Verifizierter Kauf gekennzeichnet sind, sind ebenfalls sehr wichtig für uns. Allerdings können wir nicht bestätigen, dass der Artikel bei Amazon gekauft wurde, oder der Rezensent hat nicht denselben Preis bezahlt, der den meisten anderen Amazon-Kunden angeboten wurde.

Mehr Informationen finden Sie in unseren Community Richtlinien.

1. Ich wusste gar nicht, dass ich ein sogenannter "Top-Rezensent" bin. Dann erinnerte ich mich aber daran, dass es bei Amazon irgendwo tatsächlich eine Rangliste gibt und schaute einmal nach, wo ich da genau stehe: Wie sich herausstellte auf Platz 2270. Ist das wirklich schon "top"? Und was habe ich davon, außer ein erhabenes Gefühl? ;)
(Wichtige Anmerkung: Nachdem ich diesen Beitrag geschrieben hatte, bewertete ich ein Buch mit "nur" drei Sternen und wurde umgehend auf Platz 2401 zurückgeworfen. Was sagt uns das wohl darüber aus, welche Rezensionen Amazon von seinen Kunden erwartet...?)

2. Was bitteschön will Amazon den bezüglich Rezensionen für nicht verifizierte Käufe "kalkulieren"? Ich bespreche bestenfalls ein Buch alle zwei bis drei Wochen (lediglich zurzeit sind es mehr, da ich übers Jahr zu viel habe liegen gelassen habe). Aber in der Tat, dabei handelt es sich mittlerweile häufiger um Bücher, die ich nicht bei Amazon gekauft habe. Vor allem deshalb, weil ich neuerdings die Möglichkeit habe, mir Bücher unkompliziert bei einem Buchladen mitzunehmen.

3. Diese neuen Regeln scheinen mit einer Meldung in Zusammenhang zu stehen, wonach man bei Amazon den Rezensionsbereich ein wenig umkrempeln und vor Fake-Rezensionen schützen möchte. Was zwar ein schöner Vorsatz ist, doch gerade über Rezensenten, die in der Amazon-Rangliste weit vorne stehen, habe ich nun bei meiner Recherche gelesen, dass es sich hierbei mitunter um keine realen Einzelpersonen handeln könnte, da von ihnen z.T. mehrere Produkte pro Tag rezensiert werden. Siehe etwa diesen interessanten Artikel über "Das geheime Leben der Top-Rezensentin".
Ebenfalls lesenswert ist dieser Artikel über einen Ex-Rezensenten, der das Rezensionssystem von Amazon für unmoralisch hält. Man beachte beispielsweise den Kritikpunkt, das über die Bewertungsmöglichkeit von Rezensionen Druck auf den Rezensenten aufgebaut werden könne. Allzu kritische Rezensionen würden nämlich gerne auf diesem Weg abgestraft, was wiederum das Ranking in der Rezensenten-Liste negativ beeinflusst. Und bei jenen, die ganz vorne in dieser Liste stehen, geht es nicht mehr nur ums Prestige, sondern auch ums Geld, weil sie mit kostenlosen Testprodukten quasi zugeschüttet werden.
Ob aber jene, die da negative Rezensionen abstrafen, wirklich immer bloß einfache Kunden sind? Ist es nicht genauso gut möglich, dass dahinter Verlagsangestellte und Autoren stecken? Denen ist laut Amazon zwar untersagt, für die eigenen Produkte Rezensionen zu verfassen, doch Rezensionen anderer Leute zu bewerten ist durchaus gestattet. 

Es bleibt das Gefühl, dass das Rezensionssystem von Amazon schwer manipulationsanfällig ist. Und nicht unwahrscheinlich erscheint mir mittlerweile, dass Amazon gezielt subtile Mechanismen eingebaut hat, die Käufer zu möglichst positiven Rezensionen drängen sollen. Siehe meine jüngste persönliche Erfahrung mit einer Drei-Sterne-Bewertung, die sofort zu einer Zurückstufung führte. Wobei mir diese Zurückstufung offen gestanden herzlich egal ist.

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Cheops-Skandal: Interpol-Haftbefehl aufgehoben

Der Experimentalarchäologe Dominique Görliz  (Abora) und seine beiden Kollegen können vermelden, dass mittlerweile auch der Interpol-Haftbefehl gegen sie aufgehoben wurde. Die substanzlose Rabulistik einiger Medien bleibt somit rückblickend ein weiteres Beispiel für unappetitlichen Journalismus: Klick mich

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Der Campus Galli, eine Realsatire in der Endlosschleife

Der Zuschussbedarf für die Mittelalterbaustelle Campus Galli explodiert - trotz steigender Besucherzahlen! Selbst das Haus- und Hof-Medium Schwäbische Zeitung kann diese Tatsache nicht mehr unter den Teppich kehren, nachdem es wegen den Mehrkosten im Gemeinderat der Stadt Meßkirch jüngst gekracht hatte und der Geschäftsführer Hannes Napierala für seine Salamitaktik kritisiert wurde. Weitereführende Links und Informationen dazu finden sich im Campus-Galli-Forum dieses Blogs (ganz nach unten scrollen): Klick mich 

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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Buch: Bonifatius - Apostel der Deutschen

Bonifatius, der auch als "Apostel der Deutschen" bezeichnet wird, hieß ursprünglich Winfrid und wurde 672 oder 673 in Wessex (England) als Sohn einflussreicher Eltern geboren. Diese übergaben den Buben bereits im Alter von sieben Jahren einem Kloster zur Erziehung; für die damalige Zeit eine nicht ungewöhnliche Vorgehensweise.
Bonifatius galt als gelehrsam, fleißig und fromm; gute Voraussetzungen also, um in der Kirche aufzusteigen. Trotzdem wählte er nicht den bequemsten Weg auf der Karriereleiter; vielmehr zog es ihn, wie etliche anderer seiner Landsleute, als Missionar ins 'deutsche' Gebiet des Frankenreichs, das damals - noch in Anlehnung an antike Gepflogenheiten - als "Germanien" bezeichnet wurde (im englischen Sprachraum ist das bis heute der Fall - siehe "Germany").
Bonifatius dürfte eine beeindruckende Erscheinung gewesen sein, denn seine sterblichen Überreste lassen auf eine Körpergröße von ca. 1,90 Meter schließen. Damit überragte er den durchschnittlichen männlichen Germanen, der rund 1,72 Meter groß war, deutlich. Seine physische Präsenz wird für Bonifatius sicher kein Nachteil bei der Missionierung gewesen sein, da er dabei oft auf einen kriegerischen, sturen Menschenschlag traf. Trotzdem scheiterte sein erster Versuch, die Friesen zu bekehren, welche an der Peripherie des Frankenreichs lebten. 
Bonifatius widmete sich daraufhin anderen Aufgaben. Zuerst reformierte er mit Unterstützung des Papstes und des Herzogs Odilo die Kirchenorganisation Bayerns, bevor er ähnliches im restlichen Frankenreich versuchte - allerdings mit überschaubarem Erfolg, da dort viele hochstehende Neider gegen den Ausländer aus Wessex opponierten. Bei all dem verlor Bonifatius nie sein ursprüngliches Hauptanliegen - die Missionierung der Heiden - aus den Augen. Viele Klostergründungen, die als christliche Brückenköpfe im 'Heidenland' dienen sollten, gingen daraus hervor. Freilich, am bekanntesten ist im Zusammenhang mit den Missionierungsbemühungen des Bonifatius jene Geschichte, in der es heißt, er habe im hessischen Geismar ein germanisches Baumheiligtum eigenhändig fällte: Da ihn die Germanengötter für diesen Frevel nicht sofort aufs härteste bestraften (Überraschung!), soll die beeindruckte Bevölkerung der Umgebung sofort massenhaft zum Christentum übergetreten sein. 
Bild: Sakramentar von Fulda (?), 10 Jh., Quelle:Wikimedia
Anmerkung: Von den berüchtigten Helmen abgesehen: 
Trägt der Krieger mit rotem Schild, der evtl. den Anführer 
darstellen soll, metallene Beinschienen (occrae) wie 
ein römischer Centurio?! Bloße Antikisierung oder mehr?
Doch die Mühlen der Gerechtigkeit malen mitunter langsam - zumindest die weniger bekehrungswilligen Germanen könnten es einst so gesehen haben: Als nämlich Bonifatius in hohem Alter den Versuch unternahm, wieder einmal den streitlustigen Friesen das Christentum schmackhaft zu machen - woran er ja schon Jahre zuvor gescheitert war - bekam er sozusagen eine auf den Deckel (siehe die nebenstehende Abbildung) und starb den Märtyrertod. Jener Wälzer, mit dem er beim tödlichen Handgemenge mehrere Schwerthiebe abgefangen haben soll, hat die Zeiten überdauert: Der sogenannte Codex Ragyndrudis weist - passend zur Überlieferung - entsprechend tiefe Einschnitte auf (Bild).

Die Darstellungen im Buch Bonifatius - Apostel der Deutschen (Topos Verlag) sind allgemein verständlich formuliert und auch nicht weitschweifig. Allerdings kann der Text kaum als "aus einem Guss" bezeichnet werden, da neben dem Herausgeber zwei weitere Haupt-Autoren Beiträge beisteuerten und es dabei teilweise zu kleineren inhaltlichen Überschneidungen kam. Noch weniger gefallen haben mir einige zusätzlich beigefügte Texte von sogenannten "Prominenten", darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angelika Merkel. Die Einlassungen einer Berufspolitikerin, gelernten Physikerin und ehemaligen FDJ-Sekretärin zu einem christlichen Missionar und Heiligen sind in etwa so relevant und interessant wie die Meinung des Papstes zum Kamasutra. Und Pastorentochter zu sein ist im Übrigen auch keine adäquate Qualifikation.
Ebenfalls sehr wenig konnte ich mit jenem Kapitel anfangen, in dem "Bonifatius-Gebete und -Lieder" abgedruckt wurden. Deutlich gewinnbringender sind da schon die kurzen Lebensbeschreibungen einiger wichtiger Weggefährten und Zeitgenossen des "Apostels der Deutschen" (z.B. Sturmi, Lioba, usw).
Aus Sicht eines Lesers wie mir, der vor allem an den historischen Fakten interessiert ist, besitzen nicht mehr als rund 50 der insgesamt 90 Seiten echte Relevanz. Bei knapp 9 Euro Kaufpreis kann man allerdings noch darüber hinwegsehen, denn einen soliden Überblick über das Leben des Bonifatius vermittelt dieses Buch trotzdem.

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Weiterführende Informationen:

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Dienstag, 6. Dezember 2016

Videos: Ephesos-Rauswurf -- Speerspitzen schmieden -- 6000 Jahre alte Maske identifiziert

Türkei wirft österreichische Archäologen aus Ephesos raus - Nahost-Expertin analysiert | Spieldauer 7 Minuten | Youtube

Wie die Expertin völlig zutreffend analysiert, was aber ansonsten gerne vergessen bzw. unter den Teppich gekehrt wird: Der Fall beinhaltet nicht nur politische, sondern auch religiöse Aspekte. Was in der Türkei freilich zunehmend ein und dasselbe ist, denn Hellenismus und Polytheismus passen nicht in das Konzept der Machthaber und ihres Anhangs. Siehe auch mein Interview mit der Grabungsleiterin von Ephesos.




1066: How to Forge a Norman Spearhead | Spieldauer 4 Minuten | Youtube




6000 Jahre alte Maske aus Pfahlbausiedlung identifiziert | Spieldauer 4 Minuten | DW | Stream

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Mehr Videos

Sonntag, 4. Dezember 2016

Das Reenactment der Schlacht bei Hastings: Von Walküren und Konformismusdruck



Als ich um 2006 herum zum ersten Mal im Internet auf das alle paar Jahre stattfindende Reenactment der berühmten Schlacht von Hastings stieß (dazu gibt es hier demnächst eine Buchbesprechung), war ich davon fasziniert. All die cool gerüsteten Reenactors hatten es mir angetan (in einer nicht-sexuellen Weise, versteht sich). 
Doch damals hatte ich von Living History ungefähr so viel Ahnung wie eine Kuh vom Schlittschuhlaufen (oder der Campus Galli von Experimenteller Archäologie). Mit dem anwachsenden Kenntnisstand der folgenden Jahre hat sich daher auch mein Blick auf das Hastings-Reenactment gewandelt. Als dann diesen Herbst zum 950-jährigen Jubiläum der Schlacht rund 2000 Darsteller aufmarschierten und etliche Videos davon bei Youtube veröffentlicht wurden, betrachtete ich das Gebotene mit deutlich kritischerem Blick, als noch vor 10 Jahren. Nein, ich habe nicht extra nach Kritikpunkten gesucht, aber gewisse Dinge sprangen mir einfach ins Auge. Es folgen ein paar Beispiele (wer weitere hinzufügen möchte, darf dies gerne im Kommentarbereich tun):

  • Viel zu viele Teilnehmer, die lediglich im Gambeson herumliefen, anstatt sich auf eine normale Tunika zu beschränken. Für den Massenhaften Einsatz dieses Kleidungsstückes im 11. Jahrhundert gibt es keine Belege oder wenigstens Indizien. Wenn dann auch noch alles gleich aussieht, da von der Stange gekauft, entsteht ein ahistorischer Uniform-Look. 
  • Zugegeben, es ist Gemecker auf hohem Niveau, aber die getragenen Kettenhemden sind den meisten Leuten zu groß; sie wurden, glaubt man den historischen Bildquellen, figurbetont  bzw. relativ eng anliegend getragen - auch an den Ärmeln. Völlig klar ist freilich, dass nicht jeder Reenactor über das nötige Kleingeld verfügt, sich die Dinger auf den Leib 'schneidern' zu lassen.
  • Wieso tun sich viele männliche Darsteller scheinbar so schwer damit, zu verstehen, dass die Untertunika nicht unter der Übertunika hervorlugen sollte? Und schon gar nicht ein bis zwei Hand breit. So war das, betrachtet man die historischen Bildquellen, sicher nicht üblich. Darauf wurde sogar in einem Kitguide von Regia Anglorum, der größten Reenactment-Vereinigung in Großbritannien, ausdrücklich hingewiesen.
  • Wie ich feststellete, ist der Teppich von Bayeux nicht mehr das Maß aller Dinge, denn bei der Schildbemalung der Reenactment-Teinehmer hat sich im Laufe der Jahre mehr Originalität breitgemacht. Vielleicht stellenweise schon zu viel? 
  • Unzählige sich gleichende, auf Hochglanz polierte Helme von der Stange - wie sie z.B. Battle-Merchant vertreibt. Auch hier ist es aber eine Geldfrage, ob man sich statt diesen zusammengeschweißten Dingern (bei denen die Schweißnähte verschliffen oder mit Spangen überdeckt werden) einen authentischeren Helm vom Schmied anfertigen lässt. Keine Frage des Geldes ist es allerdings, das moderne Innenfutter durch etwas historisch Passenderes zu ersetzen. Wer das unterlässt, ist einfach nur zu bequem. Übrigens: Die Helme Absichtlich mit einer Rostschicht zu überziehen, macht sie auch nicht authentischer.  
  • Ganze Rudel von selbstzertifizierten Walküren unter Waffen: Kann der Authentizitätsgedanke und das damit einhergehende Qualitätsstreben noch leichtfertiger zu Grabe getragen werden? Der Witz ist freilich: Jene, die dieses Transferieren eines modernen Rollenbildes in die darzustellende Vergangenheit aus politischer Korrektheit und Konformismusdruck (halbherzig) verteidigen, kommen sofort ins Stottern, wenn man sie mit der Frage überrumpelt, wie es denn wäre, wenn bei ähnlichen Veranstaltungen plötzlich etliche (bärtige) Männer in mittelalterlicher Frauenkleidung herumlaufen würden ^^. Einerseits möchte man dem Publikum ein besonders authentisches Bild bieten und zerbricht sich deshalb den Kopf über die Details der zu tragenden Kleidung. Andererseits ist dann aber immer häufiger der Träger/die Trägerin selbst der größte Anachronismus. Und das betrifft nicht nur die geschlechterspezifische Kleidung, denn beispielsweise waren beim Hastings-Reenactment unter den an der Schlacht teilnehmenden Bogenschützen auch Kinder von vielleicht 10 Jahren. Der ganze Krempel führt sich ob seiner Beliebigkeit doch längst völlig ad absurdum!  Wo werden denn die Grenzen gezogen? Aber Grenzen sind ja völlig aus der Mode. Zumindest wenn es nicht die eigenen sind. Nachsatz: Es gibt Ausnahmefälle, in denen es durchaus legitim sein kann, Frauen in Männerklamotten einzusetzen: Beispielsweise bei der Reiterei, wenn es an ausreichend männlichen Darstellern mangelt. Viele Frauen reiten schließlich gerne (lustige These dazu).
  • Der letzte Punkt betrifft das Video unten: Ca. ab Minute 06:25 wird die nachgestellte Schlacht aus dem Lautsprecher in dramatischem Tonfall ungefähr wie folgt kommentiert: "The melée is horrific to witness."  Beim Vergleich mit dem tatsächlichen Geschehen konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen (und auch aus dem Publikum hört man immer wieder Lacher); die Darbietung wirkt in Summe nämlich recht lahm und unglaubwürdig. Aber wie könnte es auch anders sein? Eine Kampf-Choreographie einzustudieren, wie wir sie von modernen Spielfilmen gewöhnt sind, ist mit den aus ganz Europa anreisenden Laiendarstellern nicht möglich. Und einfach wild drauf los hauen ist auch keine Option, Sicherheit geht schließlich vor (trotzdem wird es auch diesmal etliche blaue Flecken gegeben haben). Richtig blöd finde ich allerdings, wenn versucht wird, das etwas vor sich hin dümpelnde Treiben mit scheppernder Musik aufzupeppen. Das mag ja ganz gut zur Leistungsschau einer Modernen Armee passen, beim Reenactment einer historischen Schlacht hat so etwas meiner Ansicht nach aber nichts verloren. Audiokommentare zu den Abläufen auf dem Schlachtfeld sollten ausreichen.  


PS: Ist die auch im Video mehrmals vorkommende Bezeichnung Schildwall bzw. shield wall eigenltich historisch belegt? Oder handelt es sich um eine Art Modebegriff, welcher der modernen Forschung entommen wurde oder gar durch Bernard Cornwells beliebter Uhtred-Reihe weite Verbreitung fand?

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Freitag, 2. Dezember 2016

Hinweis: Buch-Verlosungen zur Adventszeit!

Advent, theoretisch die Zeit der Besinnung. Realisitsch betrachtet aber vor allem die Zeit des Schenkens und Konsumierens. Dieses Blog mach dabei keine Ausnahme ;)
Daher werden am 9., 16. und 23. Dezember jeweils zwei Bücher verlost und die Vornamen der beiden Gewinner bekanntgegeben. Ich kontaktiere die Glücklichen außerdem per E-Mail, um die Adresse in Erfahrung zu bringen, an welche die Bücher geschickt werden sollen.

Wie nimmt man an den Verlosungen teil?  
Ganz einfach, man sende eine E-Mail an HILTIBOLD [ at ] gmail . com, schreibe in die Betreffzeile "Gib mir Bücher" und in die E-Mail selbst einen kurzen Gruß oder was auch immer einem einfällt :)

Eine einzige E-Mail reicht aus, um an allen jeweils noch ausstehenden Verlosungen teilzunehmen. Nur wer schon einmal einen Preis erhalten hat, wird aus dem Rennen genommen.

Die Zahlen auf den Bildern kennzeichnen die Reihenfolge der Verlosungen. Will heißen, zuerst werden die Bücher mit der Nummer 1 verlost usw.

Bis auf eines der zur Verlosung bereitstehenden Bücher habe ich bereits alle hier im Blog besprochen. Die Links zu den Rezensionen finden sich unter den Bildern.

Viel Glück!

Meine Rezensionen: Pontisches Gift - Die Legende von Mithridates, Roms größtem Feind
Glücklich ist dieser Ort! 1000 Graffiti aus Pompeji

Meine Rezensionen: Die dunklen Krieger
Tassilo III - Höchster Fürst und niedrigster Mönch

Meine Rezension: Die dunklen KriegerTassilo III - Höchster Fürst und niedrigster Mönch

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Krimskrams: 5-Kilo-Buch mit Griff -- Amazon verbietet und löscht "anreizbasierte" Bewertungen

5-Kilo-Buch mit Griff



Fotos: Hiltibold | Cover: (C) Taschen Verlag


"Ach du meine Güte" - waren meine ersten Gedanken, als ich vor einigen Tagen ein Paket entgegennahm. Irgendwie hatte ich übersehen, welche Dimensionen das georderte Buch besitzt; die da wären: 8,9 x 40,6 x 48,3 cm. Gewicht 5 kg - plus eine schöne 0,5 kg schwere Kartonverpackung mit Griff.
Der Buchtitel lautet: "Houses and Monuments of Pompeii". Die enthaltenen Texte sind dreisprachig: Englisch, Deutsch, Französisch. Wobei der Schwerpunkt allerdings auf den großformatigen Abbildungen liegt.
Der Preis mag auf den ersten Blick etwas hoch erscheinen, doch dem ist eigentlich nicht so, wenn man bedenkt, wie viel Buch es dafür gibt. Im Jänner folgt hier noch eine sehr ausführliche Rezension.

PS: Das Buch besitzt einen einzigen Nachteil - es passt in keines meiner Bücherregale ... 

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 Amazon löscht ältere "anreizbasierte" Bewertungen ...

... vermeldete Heise.de vor wenigen Tagen. Konkret geht es hier um Bewertungen von Produkten, die Interessierten gratis zur Verfügung gestellt wurden, sofern sie sich im Gegenzug zu einer Rezension bereiterklärten - die wiederum häufig recht beschönigend ausgefallen waren.
Diese Entwicklung ist insofern interessant, weil man natürlich auch für Buchbesprechungen Rezensionsexemplare erhalten kann und Amazon sich dessen durchaus bewuss ist (Link, letzter Absatz).

Ich persönlich würde nie ein Buch, das mir nicht gefallen hat, belobhudeln, bloß weil es kostenlos war oder weil ich die Hoffnung hätte, bei Wohlverhalten vom Verlag weitere Gratis-Exemplare zu erhalten. Nein, wer mir ein Buch anbietet, der muss schon auch ein gewisses Risiko tragen. 
Andererseits habe ich aufgrund langjähriger Erfahrung bei der Auswahl meiner Bücher - das sind zu 95 Prozent Sach- sowie Fachbücher - ein recht glückliches Händchen. Und sofern der Autor nicht durch Fremdwortvöllerei, elliptische Formulierungen oder grobe Unkenntnis negativ auffällt, werde ich sein Werk auch nicht verreißen.

Im Übrigen stellt sich die Frage, wie Amazon bitteschön all jene Kontaktaufnahmen zwischen Verlagen und Rezensenten mitbekommen möchte, die nicht über Amazon sondern per E-Mail stattfinden? Insofern erscheint mir das veranstaltete Getöse etwas überzogen. Wie ich hier außerdem vor wenigen Wochen festgestellt habe, schafft es Amazon ja oft nicht einmal echte Fake-Rezensionen zu löschen, auf die Kunden ausdrücklich aufmerksam machen.

UPDATE: Golem.de berichtet, dass Amazon anscheinend selbst nicht weiß, wie bezahlte bzw. anreizbasierte Rezensionen erkannt werden können... Klick mich

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Mittwoch, 30. November 2016

Videos: Frühmittelalterliches Gräberfeld -- Bronzezeitliches Schlachtfeld -- LIDAR -- Fundberatung für Hobbyarchäologen -- Stonehenge -- Kultugüter in 3D

Frühmittelalterliches Gräberfeld mit 1500 Bestattungen in Regensburg | Spieldauer 2 Minuten | BR | Stream

CSI Tollense – Die erste Schlacht Mitteleuropas? | Spieldauer 7 Minuten | ARD | Stream

LIDAR - Archäologie aus der Vogelperspektive | Spieldauer 6 Minuten | ARD | Stream

3D-Modelle gefährdeter Kulturgüter | Spieldauer 6 Minuten | ARD | Stream

Stonehenge: auf der Suche nach verborgenen Landschaften  | Spieldauer 6 Minuten | ARD | Stream

Fundberatung für Hobby-Archäologen| Spieldauer 3 Minuten | ARD | Stream 
Hehe, die Medien lassen sich von dem Begriff "Hobby-Archäologe" einfach nicht abbringen, obwohl nicht wenige professionelle Archäologen deshalb regelrecht in Schnappatmung geraten :) Doch so falsch ist der Begriff nicht, wie Raimund Karl in diesem aktuellen PDF gewohnt humorvoll aufzeigt.

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Montag, 28. November 2016

Eine volle Wagenladung erstklassiger Hör-Dokus!



Eine Anmerkung vorweg: Aufgrund leichter Copyright-Zweifel verlinkte ich nicht direkt auf die Hör-Dokus, sondern auf die Suchergebnisse bei Youtube. Beim jeweils ersten der ausgespuckten Einträge dürfte es sich aber um das Gewünschte handeln.


Ärzte in der Antike | Spieldauer 65 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Ärzte in der Antike (erster Treffer)

Massenunterhaltung in der römischen Antike | Spieldauer 104 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Massenunterhaltung in der römischen Antike (erster Treffer)

Sternstunden der Archäologie | 272 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Sternstunden der Archäologie (erster Treffer)

Marcus Antonius - Ein Lebensbild  | Spieldauer 189 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Marc Antonius - Ein Lebensbild (erster Treffer)

Legionär in der römischen Armee | Spieldauer 65 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Legionär in der römischen Armee (erster Treffer)

Die Punischen Kriege | Spieldauer 75 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Die Punischen Kriege (erster Treffer)

Der Alltag in der römischen Antike | Spieldauer 65 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Der Alltag in der römischen Antike (erster Treffer)

Die Römischen Bürgerkriege - Das Ende der Republik | Spieldauer 180 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Die Römischen Bürgerkriege (erster Treffer)

Heiliges Römisches Reich - Erstes Buch | Spieldauer 465 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Heiliges Römisches Reich - Erstes Buch  (erster Treffer)

Heiliges Römisches Reich - Zweites Buch | Spieldauer 351 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Heiliges Römisches Reich (Deutscher Nation) - Zweites Buch  (erster Treffer)

Der Amerikanische Bürgerkrieg | Spieldauer 255 Minuten | Youtube | Suchbegriff: Der Amerikanische Bürgerkrieg sechs, setzen (erster Treffer)

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Sonntag, 27. November 2016

Buch: Der Aufstieg Roms - Vom Pyrrhoskrieg bis zum Fall Karthagos

Sehr viel wurde und wird über die Frühe und Hohe Römische Kaiserzeit geschrieben. Verwunderlich ist das kaum, bei all den skandalumwobenen Herrschern jener Tage. Auch Gaius Julius Caesar und die turbulenten Jahrzehnte der Späten Republik haben Autoren in unzähligen Büchern aufs Ausführlichste behandelt. Doch umfassende Darstellungen der Mittleren Republik - also jener Epoche, in der Rom zur Großmacht Aufstieg - sind vergleichsweise rar gesät. Über die Gründe kann man nur spekulieren: Natürlich ist zum einen die Quellenlage - verglichen mit späteren Jahrhunderten - mitunter etwas dürftig; zum anderen fehlt dem Rom des 3. und 2. vorchristlichen Jahrhunderts noch der marmorne Glanz späterer Tage. Beides mag dazu beigetragen haben, dass sich bisher eher wenige Autoren damit auseinandersetzen wollten.

Zu diesen Ausnahmen zählt der Althistoriker Herbert Heftner, der in seinem Buch Der Aufstieg Roms - Vom Pyrrhoskrieg bis zum Fall Karthagos (Verlag Friedrich Pustet) auf knapp 500 Seiten einen detailreichen, leicht verständlichen und kurzweiligen Überblick zur Mittleren Republik zusammengestellt hat. In mehr oder weniger chronologischer Reihenfolge schildert er die Entwicklungen und zum Teil erschütternden Ereignisse, die Rom in jenen Jahren umtrieben und formten. Rasch realisiert der Leser, wie sehr auch diese Periode der römischen Geschichte angefüllt ist mit großen Persönlichkeiten, Konflikten von weltpolitischer Bedeutung und vielen anderen hochspannenden Begebenheiten; dazu zählt etwa der Krieg gegen Pyrrhos I. ("Pyrrhos-Sieg"), die drei Punischen Kriege (Hannibal), der lange und zähe Kampf gegen die Kelten/Gallier Norditaliens, die Kriege gegen Makedonien usw. usf. (weitere Einzelheiten finden sich im angefügten Inhaltsverzeichnis).

Bei seinen Erläuterungen der großen, oft krigerischen römischen Außenpolitik verliert Herbert Heftner nie aus den Augen, dass damit viele innenpolitische und gesellschaftliche Veränderungen eng verknüpft waren; beispielsweise strömte im Zuge der Eroberung des hellenistischen Ostens verstärkt griechische Kultur nach Rom, was zu Abwehrreaktionen wertkonservativer Kreise führte. Als ihr bekanntester Vertreter gilt bis heute Cato, der jedoch nicht nur die steigenden kulturellen Einflüsse aus dem Ausland kritisierte, sondern - und das ist weitaus weniger bekannt - auch die Ursache dafür; nämlich den sich rapide verselbstständigenden römischen Imperialismus. In diesem Zusammenhang legt der Buchautor anhand vieler Beispiele dar, dass Roms Weg zur nahezu alles beherrschenden Macht keinem Masterplan folgte. Ganz im Gegenteil, man stolperte quasi in die Rolle des Hegemons - und die Eliten sträubten sich zur Zeit der Mittleren Republik noch häufig dagegen, außerhalb Italiens militärisch oder auch nur politisch tätig zu werden. Erst im Laufe der Zeit fand man daran Gefallen und war bereit, die umfassende Verantwortung zu übernehmen, die einem 'Global Player' zukam. Freilich, nicht selten wurde diese Vorrangstellung zum eigenen Vorteil missbraucht.

Fazit: Anstatt eine oberflächliche Zusammenfassung der rund 500jährigen republikanischen Periode Roms zu fabrizieren, hat sich Herbert Heftner mit der Mittleren Republik gezielt einen interessanten Abschnitt herausgegriffen und diesen einer eingehenden, aber nicht weitschweifigen oder gar langweiligen Betrachtung unterzogen; auch Quellenangaben/Endnoten wurden reichlich beigefügt.
Wer also besser verstehen möchte, warum Rom zur dominierenden Großmacht der Antike aufstieg, deren kulturelle Einflüsse bis in die Gegenwart reichen, dem kann ich dieses angenehm zu lesende Buch nur empfehlen; egal ob er nun privates Interesse an der Thematik hat oder Student ist. Alleine schon wegen der gelungenen Darstellung der Punischen Kriege lohen sich die 35 Euro Kaufpreis allemal. In deutscher Sprache gibt es meines Wissens derzeit keine echte Alternative dazu. Es sei denn, man studiert gleich die Übersetzungen der antiken Originalquellen: Das wären vor allem Polybios' Historia und Livius' Ab urbe condita.


INHALTSVERZEICHNIS:


Vorwort

1. TEIL: DAS VORSPIEL
Die Anfänge der römischen Expansion
- Rom und seine Nachbarn bis 338 v. Chr.
- Das Zeitalter der Samnitenkriege
Pyrrhos
- Die ersten Kämpfe gegen Rom
- Diplomatie und Krieg
- Der Sieg der Römer
- Die Eroberung Süditaliens

2. TEIL: DIE GRUNDLAGEN - ROM UND ITALIEN AM VORABEND DER PUNISCHEN KRIEGE
- Rom und die Römer
- Patrizier gegen Plebejer: Die 'Ständekämpfe'
- Das Ergebnis der Ständekämpfe
- Die Verfassung der mittleren Republik
- Die Grundlage der römischen Gesellschaftsordnung
- Die soziale Gliederung
- Das politische Leben der römischen Republik
- Bürger und Bundesgenossen: Das römische Herrschaftssystem in Italien

3. TEIL: DER ERSTE PUNISCHE KRIEG UND DIE ZWISCHENZEIT (264 - 219 v.Chr.)
Kriegsausbruch und Anfangsjahre
- Karthago und sein Reich
- Gründe und Anlass des römisch-karthagischen Konfliktes
- Erste Kämpfe auf Sizilien
Wechselndes Kriegsglück: Die Jahre 260 - 250 v. Chr.
- Die Römer gehen zur See
- Die große afrikanische Expedition
- Regulus in Afrika
- Sturmkatastrophe, Städteeroberungen und Elefantenschlachten
Rückschläge und Triumph
- Festungskrieg und neue Katastrophen
- Staatskrise und Stellungskrieg: Die Jahre 249 - 243)
- Die letzte Runde
Unruhiges Nachspiel: Die Krisenjahre 241 - 219)
- Kriegsfolgen und Verfassungsreformen
- Rom, der griechische Osten und die Illyrischen Kriege
- Gefahr aus dem Norden: Der Galliersturm von 225
- Das Barkidenreich in Spanien

4. TEIL: HANNIBAL GEGEN ROM - DER ZWEITE PUNISCHE KRIEG
Hannibals Siegeszug
- Die Belagerung von Sagunt
- Hannibals Marsch nach Italien
- Von der Trebia bis zum Trasimenischen See
- Hannibals zäher Widersacher: Fabius Maximus
- Roms düsterste Stunde: Die Katastrophe von Cannae
Jahre der Entscheidung: 215 - 210
- Der Krieg des Durchhaltens
- Makedonien und Sizilien
- Tarent und Capua
- Die Scipionen in Spanien: 218 - 211
- Kriegsnöte und römische Innenpolitik
Scipio und der Sieg: 210-201
- Der Aufstieg des Publius Cornelius Scipio
- Hasdrubla in Italien
- Scipios Siegeszug: Der Sturz der Barkidenmacht in Spanien
- Scipios Heimkehr und Afrikapläne
- Landung in Afrika
- Die Entscheidung: Zama-Narragara

5. TEIL: ROM AUF DEM WEG ZUR WELTMACHT (200 - 146 v. Chr.)
Philipp und Antiochos
- Rom im Konflikt mit Philipp V. von Makedonien
- Flaminius und die Schlacht von Kynoskephalai
- Flaminius' Friedensordnung und erste Spannungen mit König Antiochos
- Zusammenprall der Supermächte
Das westliche Mittelmeer nach dem Hannibalkrieg
- Karthago und Numidien
- Die römische Eroberung Norditaliens
- Die Römer in Spanien
Der Untergang der Makedonischen Monarchie
- Griechenland unter römischer Herrschaft
- Die letzten Jahre Philipps V.
- Perseus und der Weg in den 3. Makedonischen Krieg
- Roms Krieg gegen Perseus
- Herrschaft ohne Verantwortung: Rom und der Osten nach dem Perseuskrieg
Rom im Wandel
- Die römische Innenpolitik nach dem 2. Punischen Krieg
- Der geistige Wandel: Literatur und griechischer Einfluss
- Der materielle Wandel: Wohlstand und wirtschaftliche Umwälzungen
- Der politische Wandel: Die Folgen des Reichtums
Jahre der Krise: 154 - 146
- Spanien im Aufstand
- "Karthago muss vernichtet werden!"
- Der Andriskos -Aufstand in Makedonien
- Scipio Aemilianus und der Fall von Karthago
- Der Achäerkrieg und die Zerstörung Korinths
- Ausblick

Anhang

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Weiterführende Informationen:


Foto: Hiltibold
(C) Verlag F. Pustet
Hinweis: Es existiert eine gelungene Fortsetzung der oben besprochenen Publikation; der Titel lautet: Von den Gracchen bis Sulla - Die römische Republik am Scheideweg (133-78 v. Chr.)
In diesem mittlerweile leider vergriffenen Buch behandelt der Autor die erste Hälfte der Späten Republik. Ich konnte gerade noch ein Rest-Exemplar ergattern. Zwar werde ich es hier nicht extra besprechen, aber lesenswert ist es auf jeden Fall. Wer das Buch irgendwo gebraucht und zu einem akzeptablen Preis (unter 30 Euro) sieht, kann getrost zugreifen.







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Donnerstag, 24. November 2016

Krimskrams: Die Tabula Peutingeriana für Leser mit zu viel Geld -- Blogspot -- Huscarl.at

Die Tabula Peutingeriana für Leser mit zu viel Geld

Der Konrad Theiss Verlag hat diesen September ein Buch über die Tabula Peutingeriana herausgebracht - eine schöne Sache, könnte man meinen. Doch leider, man verlangt für das gerade einmal 112-seitige Buch ganz und gar nicht schöne 199 Euro: Klick mich
Würde es sich um ein Faksimile handeln, dann wäre dieser Preis völlig in Ordnung. Im konkreten Fall jedoch scheint - neben dem großen Format - vor allem eine künstliche Verknappung des Angebots als Rechtfertigung für den vergleichsweise hohen Preis zu dienen, denn es wird nur eine limitierte Stückzahl von 666 Exemplaren verkauft; was für ein teuflischer Plan ;)
Dass es auch günstiger geht, zeigt ein italienischer Verlag, der ebenfalls eine großformatige Publikation über die Tabula Peutingeriana für nur 97 Euro - also die Hälfte - anbietet. Das ist zwar auch kein Schnäppchen, aber noch im Bereich des Akzeptablen: Klick mich

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Google schraubt an "Blogspot/Blogger" herum

Google hat gerade am Back-End der Blogplattform Blogger/Blogspot ein paar Veränderungen vorgenommen - die ersten wirklich spürbaren, seit ich dieses Blog gestartet habe (das war Ende Juni 2012 - wie schnell doch die Zeit vergeht!). 
Übersichtlicher ist die Bedienoberfläche für mich dadurch nicht gerade geworden, eher im Gegenteil. Dem Leser kanns allerdings egal sein, für den ändert sich nichts.
Schlussendlich bin ich ohnehin froh, bei diesem Blog nicht auf die große Alternative - nämlich Wordpress - gesetzt zu haben. Der Kram ist ein sicherheitstechnischer Super-GAU, der alle paar Monate schlecht von sich reden macht

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Es war einmal und ist nicht mehr: Huscarl.at

Es gab einmal die gut besuchte österreichische Internetseite Huscarl.at, wo vor allem Neuigkeiten aus der Mittelalterszene thematisiert wurden. Auch ein Forum war vorhanden und man berichtete von Mittelaltermärkten und ähnlichem. Ich fand die Mischung eigentlich recht gelungen (obwohl ich so halb mitbekommen habe, dass sich bei den Berichten/Kritiken von Veranstaltungen nicht immer jeder fair behandelt gefühlt hat).
Aus mir unbekannten Gründen ist die Seite zuerst kaum noch und dann überhaupt nicht mehr betreut worden; das Forum wurde ganz geschlossen.
Ein vergleichbares Portal für den österreichischen Raum scheint es bisher nicht zu geben. Das mag auch daran liegen, dass sich viele Leute mit ihren Internetangeboten zur Gänze in das unfreie Parallel-Internet von Facebook begeben. Für mich käme das nicht in Frage, weshalb ich bei Facebook nur Links zu den auf diesem Blog veröffentlichten Beiträgen setzte, aber keine zusätzlichen Inhalte poste. Ich möchte Facebook nicht mehr als ein absolutes Minimum an Bedeutung für meine Bloggerei einräumen. Letztendlich soll es vor allem eine kommode Möglichkeit für Facebook-Nutzer sein, diesem Blog zu folgen und Beiträge zu teilen. 

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Weitere interessante Themen auf diesem Blog:

Mittwoch, 23. November 2016

Hörbares: Paläogenetik -- Ausgrabungen am Circus Maximus -- Der Vampir-Mythos -- Franz-Joseph I.




Paläogenetik - Das Archiv der Knochen | Spieldauer 30 Minuten | DR | Stream & Info, Direkter Download

Ausgrabungen am Circus Maximus in Rom - Shops, Latrinen und ein Bordell | Spieldauer 5 Minuten | DF/ARD | Stream & Info, Direkter Download

Vukodlak, der Vampir - Der Kulturwissenschaftler Igor Petković über die Geschichte des Vampir-Mythos | Spieldauer 159 Minuten | CROPfm | Direkter Download

Franz Joseph I. - 68 Jahre Kaiser der Donaumonarchie | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & InfoDirekter Download

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Montag, 21. November 2016

Video: Paleoernährung / Steinzeiternährung (nichts für schwache Nerven)

Ist eine Ernährung streng nach steinzeitlichem Vorbild sinnvoll bzw. gesund? Und ist so etwas mit den heute zur Verfügung stehenden Nahrungsmitteln überhaupt ohne weiteres möglich - Stichwort "Authentizität"?

Im Youtube-Kanal Das Eule geht man dieser Frage mit viel Ironie nach. Darüber hinaus finden sich dort auch weitere hochinteressante Videos zum Thema Ernährung - vor allem jene mit dem bärtigen Bayern sind zu empfehlen!



Das Schöne an solchen Youtube-Kanälen ist, dass hier Wissenschaftler direkt Einblick in ihre Arbeit geben, ohne einen journalistischen Filterprozess zu durchlaufen. Wichtig ist das vor allem bei ideologisch kontaminierten Themen, wozu längst auch die Ernährung zählt.

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Mehr Videos